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Veränderungen in der IT-Sicherheit durch Ampelkoalition!

Christian Höfig

Die Ampelkoalition hat einen neuen Koalitionsvertrag vorgestellt. Hierbei gibt es auch Veränderungen, die die IT-Sicherheit betreffen. Wir verschaffen hier einen kurzen Überblick, was für Neuerungen beschlossen wurden.

Veränderungen in der IT-Sicherheit?

In dem neuen Koalitionsvertrag wird festgehalten, dass ein Recht auf Verschlüsselung kommen soll. Hierbei ist aufgeführt, dass der Staat verpflichtet ist, eine Möglichkeit auf verschlüsselte Kommunikation anzubieten. Dabei handelt es sich um Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, welche laut dem Koalitionsvertrag sichergestellt wird. Unter Ende-zu-Ende-Verschlüsselung versteht man das Verschlüsselungsverfahren, bei dem die übertragenen Daten über alle Übertragungsstationen hinweg verschlüsselt sind und nur die Kommunikationspartner an den jeweiligen Endpunkten die Nachricht entschlüsseln können.

Ein weiterer interessanter Punkt im Koalitionsvertrag ist der, dass White-Hacking legal werden soll. Das bedeutet, dass das Identifizieren, Melden und Schließen von Sicherheitslücken legal durchführbar sein soll. Das Ganze muss aber in einem verantwortlichen Verfahren ablaufen, wie zum Beispiel in der IT-Sicherheitsforschung. Außerdem will die Ampel weiterhin Bundestrojaner einsetzen. Man spricht von Bundestrojanern, wenn während einer Ermittlung der Zugriff auf den Computer einer Person mithilfe eines Trojaners stattfindet und damit dann das System durchsucht wird.

Etwas unklar sind die zwei Ablehnungen der aktuellen Pläne auf EU-Ebene. Zum einen soll zum Schutz der Meinungsfreiheit der verpflichtende Uploadfilter abgelehnt werden und zum anderen wird sich im Koalitionsvertrag von einer allgemeinen Überwachungspflicht und Maßnahmen zum Scannen von privater Kommunikation distanziert. Es muss sich aber noch zeigen, ob die Koalition das durchsetzen kann.


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Vorschläge vom CCC im Koalitionsvertrag

Der Chaos Computer Club (CCC) ist ein deutscher Verein aus Hackern und engagiert sich in allen Bereichen der Computersicherheit. Durch den Regierungswechsel und der neuen Koalition konnte es sich der CCC nicht nehmen lassen, eine Formulierungshilfe für die Koalitionsverhandlungen zu schreiben, um somit dem neuen Koalitionsvertrag beizusteuern. Tatsächlich wurden einige der Ideen des Chaos Computer Clubs in den Koalitionsvertrag aufgenommen und veröffentlicht. Das ist natürlich sehr gut, dass die Meinung des CCCs beachtet und mit eingebaut wurde, da 8.000 Hacker einen guten Überblick haben, was die aktuelle Situation zwecks IT-Sicherheit in Deutschland betrifft.

Auch wir bei der AWARE7 GmbH sind immer darauf bedacht, dass sich die IT-Sicherheit weiterentwickelt und somit ist der neue Koalitionsvertrag für uns von großer Bedeutung.

Foto des Autors

Christian Höfig

Mein Name ist Christian Höfig. Seit Oktober bin ich bei der AWARE7 GmbH tätig und absolviere mein Cybersecurity Studium. Ich schreibe gerne über vielfältige Themen. Besonders interessiert bin ich am Pentesting und der Sicherheit von Webanwendungen.