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Alternative Browser – abseits von Chrome, Firefox und Safari!

M.Sc. Chris Wojzechowski (IT-Risk Manager, IT-Grundschutz Praktiker (TÜV)

Alternative Browser gibt es am Markt zahlreiche. Die meisten setzen jedoch auf etablierte Anbieter wie Chrome, Firefox oder aber Produkte von Microsoft (Edge/Internet Explorer) oder Apple (Safari). Doch die Auswahl an Alternativen ist groß. Und gerade dann, wenn man sich zu einer bestimmten Gruppe an Usern zählen kann, ist die Wahrscheinlichkeit hoch mit einem anderen Browser als den üblichen glücklich zu werden.

Von Vivaldi über Brave bis hin zu Exoten wie dem Epicbrowser. Selten wird heute eine Browser-Technologie von Grund auf neu entwickelt. Als Basis halten oft Projekte wie z. B. Chromium her. Dabei kann die Basis durch die Projektverantwortlichen stark individualisiert werden.

Vivaldi baut auf Chromium auf und richtet sich an Power User!

2013 hat Jon Stephensons von Tetzchner mit Vivaldi Technologies gegründet. Er war langjähriger Leiter von Opera Software und deren Mitbegründer. Mit seiner neuen Firma wollte er einen Browser entwickeln, mit dem er den anspruchsvollen Funktionsumfang weiterentwickeln kann.

Opera hat diesen Funktionsumfang mit dem Wechsel der Engine, seine Meinung nach, verloren. Der Funktionsumfang von Vivaldi ist etwas umfangreicher – deshalb muss eine Auflistung reichen:

  • Schnellwahl
  • Kurzbefehle
  • Schellwahlordner
  • Rücklauf
  • Nächste Seite
  • Notizen
  • Web-Paneele
  • Seitliche Paneele
  • Suchfeld
  • Angepasste Suchmaschinen
  • Sitzungen
  • Tabgruppen
  • Visuelle Tabs
  • Schneller Tabwechsel
  • Tabgruppen kacheln
  • Weitere Features

Ein Video für den Browser bereit zu stellen gehört mittlerweile zum guten Ton. Deshalb will ich euch das Werbevideo von Vivaldi nicht vorenthalten:

Wir empfehlen dem Browser eine Chance zu geben. In unserem Test hat sich die Software leider oft aufgehangen. Kostenfrei kann die Alternative auf der offiziellen Webseite heruntergeladen werden. Den Power User Browser gibt es für alle gängigen Systeme: Windows, Mac & Linux!

Der Brave Browser – eine der beliebtesten Alternativen!

Sicher, schnell und privat – so bezeichnet sich die beliebte Alternative gerne. Dabei wird gesagt, dass die Brave Alternative bis zu 3x schneller ist als der klassische Chrome. Dieser Geschwindigkeitszuwachs ist vor allem mit der Reduzierung zahlreicher Funktionen zu begründen.

Der Vergleich von Schutzfunktion mit anderen Browsern am Markt (Quelle: brave.com)

Der Browser kann einfach kostenfrei auf der Webseite heruntergeladen werden. Es ist auch der einzige Browser der mit BAT eine eigene Kryptowährung lanciert hat.

Der etwas andere, alternative Browser – Epic Browser!

Allzu viel hat man von dem Epic Browser noch nicht gehört, auch wenn schon in mehreren Zeitschriften über ihn berichtet wurde. Die Zielgruppe sind auch hier ganz klar sicherheitsbewusste Personen. Dies ist eine Auswahl der Sicherheitsfeatures:

  • No Address Bar Suggest
  • No URL Check
  • Auto-Translate Removed
  • No URL Tracker
  • No History
  • No DNS Pre-Fetching
  • No Spell-Check
  • No Autofill
  • Weitere Features

Schaut man sich die Liste an, erkennt man vor allem die Entfernung sogenannter „Bequemlichkeitsfeatures“. In vielen Fällen der blockierten Dienste findet Kommunikation zwischen Client und Server statt, welche die Privatsphäre auflösen kann. Auch Privatmodus ist nicht gleich privater Modus!

der alternative browser epic browser und seien Features
Privatsphäre Modus ist nicht gleich Privatsphäre Modus. (Quelle: Screenshot epicbrowser.com)

Den minimalistischen, sicherheitsorientierten Browser könnt ihr von epicbrowser.com herunterladen. Diesen Browser gibt es nur für Windows und Mac! Ob eine Version für Linux geplant ist, ist momentan nicht bekannt.

Opera richtet sich mittlerweile an sicherheitsbewusste Surfer!

Opera ist dem einem andere anderen vielleicht ein Begriff. Das norwegische Unternehmen spielt schon seit 1995 mit. Der Browser hat eine ganze Zeit lang eine Nische belegen können. Ab gefühlt 2013 ging es dann bergab. Nutzer verloren und keine mehr gewinnen können.

Jetzt ist Opera der erste Browser mit integriertem VPN-Dienst und sagt damit Chrome, Firefox und dem Internet Explorer den Kampf an. Die Gunst der Kunden zu gewinnen ist generell nicht leicht – Benutzer von einen anderen Browser zu überzeugen eine Herausforderung. Der Browser, den viele nicht auf dem Radar hatten, taucht jetzt mit integriertem Werbeblocker auf und einem kostenlosem VPN-Dienst. Mit diesen weiteren Features versucht Opera außerdem zu überzeugen:

Opera - der alternative Browser!
Das sind weitere Funktionen von Opera. (Quelle: Screenshot Opera.com)

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Alternative Browser?

Neben Firefox, Chrome und Safari gibt es zahlreiche alternative Browser. Mal über den Tellerrand zu schauen, kann sich lohnen. Funktionen, von denen man nicht wusste das man sie gibt, will man bald vielleicht nicht mehr missen. Eine innovative Idee ist z.B. die Stapelung von Tabs im Vivaldi Browser. Mithilfe der im- und exportieren Funktionen der Browser lassen sich Einstellungen und Lesezeichen bequem übernehmen. Einfach mal was anderes ausprobieren ist der Tipp an der Stelle!

Warum ein kostenloser VPN-Dienst für einen Browser etwas besonderes ist!

Ein VPN-Dienst soll den Datenverkehr verschleiern, einen anderen Aufenthaltsort vortäuschen und somit die Privatsphäre der Benutzer schützen. Das ganze funktioniert, wie vieles andere was im Internet die Privatsphäre schützt, dank Kryptographie. Hierzu wird der Internetverkehr mithilfe einer 256 Bit Verschlüsselung durch einen „digitalen Tunnel“ über Server geleitet, von denen aus die Anfrage wiederum ausgelöst wird. Die Antwort von der Anfrage wird an den Server gesendet, welcher die Antwort zurück an den tatsächlichen Anfragenden sendet.

Die Infrastruktur für Server ist jedoch nicht kostenlos. Aus diesem Grund machen sich einige Unternehmen aus dem Verschleiern des Internettraffics ein Geschäftsmodell. Aus diesem Grund ist es umso bemerkenswerter, dass Opera diesen Service – unbegrenzt – kostenlos anbietet. Die Frage an der Stelle ist: Wie bezahlt Opera die Server? Die Server sind bei dieser Technologie der Dreh und Angelpunkt. Denn auch wenn die Anbieter versprechen nichts zu protokollieren – kontrollieren kann man das als Endverbraucher nicht.

Opera hat ein recht anschauliches Video dazu erstellt. Hier wird angedeutet, dass die Internetgeschwindigkeit unter der Verwendung eines VPN leiden kann. Die Funktion ist nicht standardmäßig aktiv. So aktiviert ihr den Dienst: In das O-Menü navigieren und unter „Datenschutz & Sicherheit“ den Haken bei „VPN aktivieren“ setzen.

Um ein Stück vom Browser Anteil abzubekommen, reicht es nicht neue Shortcuts einzuführen. Auch ein besonders hübsches Design wird nur wenige Benutzer dazu bringen den Browser zu wechseln. Liebäugelt man jedoch mit einem VPN-Dienst, so bietet sich die Verwendung von Opera durchaus an – denn es ist der erste Browser der die Funktion nativ eingebaut hat.

Voraussetzung ist aber das Vertrauen in Opera. Denn über die VPN-Server läuft schließlich der komplette (!) Internetverkehr. Das sollte man sich vor der bloßen Verwendung bewusst sein. Schenkt man dem Browser das Vertrauen, so kann man bis zu 120€ / Jahr sparen.

Foto des Autors

M.Sc. Chris Wojzechowski (IT-Risk Manager, IT-Grundschutz Praktiker (TÜV)

Mein Name ist Chris Wojzechowski und ich bin einer von zwei Geschäftsführern der AWARE7 GmbH. Unser Butter & Brotgeschäft ist die Durchführung von Penetrationstests. Wir setzen uns darüber hinaus für ein breites Verständnis für IT-Sicherheit in Europa ein und bieten aus diesem Grund den Großteil unserer Produkte kostenfrei an.